Nachlass planen: Wie Sie Ihre Familie absichern und die Nachfolge regeln

Gerade wer sichergehen will, dass ihm nahestehende Menschen abgesichert sind, sollte frühzeitig über eine sinnvolle Nachlassregelung nachdenken.

Autor: Stephan Sieh (RA) · Veröffentlicht am · Aktualisiert am

Nachlass planen: Wie Sie Ihre Familie absichern und die Nachfolge regeln

Wie soll Ihr Vermögen später weitergegeben werden, und wer soll abgesichert sein? Eine durchdachte Nachlassplanung beginnt mit Ihrer familiären Situation, Ihren Vermögenswerten und Ihren persönlichen Zielen. Diese Übersicht hilft Ihnen, wichtige Fragen zu sammeln und sich auf eine individuelle Beratung vorzubereiten.

Was will ich durch die Nachlassplanung erreichen?

Auch wenn man statistisch noch einige Jahre vor sich hat, kann jederzeit etwas passieren, das zur Testierunfähigkeit führt. Und es gibt Gründe, sich frühzeitig um die Nachlassplanung zu kümmern. Gerade für den länger lebenden Ehepartner ist die Absicherung bei der Wohnsituation entscheidend neben dem Schutz seiner Ersparnisse zur Finanzierung der eigenen Lebensführung als Witwe/r, auch mit Blick auf etwaige künftige Pflege(heim)kosten.

Familienfrieden – ein hohes Gut

Wer Erbstreitigkeiten verhindern möchte, sollte sich nicht nur mit der Frage der Verteilung befassen, sondern auch die Auswirkungen langfristiger gemeinsamer Eigentumsverhältnisse unter den späteren Erben abwägen. Eine umsichtige und vorausschauende Nachlassplanung kann das leisten.

Entscheiden kann nur, wer informiert ist

Erst bei vollständigem Überblick zu Ihrer Familien- und Vermögenssituation wird klar, welche Regelungen geeigneter als andere sind. Das Spektrum der Möglichkeiten reicht vom einfachen Testament und von Sonderformen des Testaments über Erbverträge bis hin zu Übertragungen von Vermögenswerten als Kauf oder als Schenkung oder gegen eine bestimmte Gegenleistung wie Leibrente, Unterhaltsleistungen oder Pflegeleistungen.

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Vereinfachter Modellvergleich für verheiratete Eltern in Zugewinngemeinschaft mit ausschließlich gemeinsamen Kindern. Beim Berliner Testament erbt der überlebende Ehepartner zunächst allein; die Kinder werden zu gleichen Teilen Schlusserben. Eine Geltendmachung des Pflichtteils im ersten Erbfall ist nicht angenommen. Für Patchworkfamilien und andere Konstellationen ist eine individuelle Prüfung erforderlich.

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Bitte geben Sie die Vermögenswerte, eine gültige Lebenserwartung und mindestens ein gemeinsames Kind an.

Die Werte sind Schätzungen nach heutigem Steuerrecht mit persönlichen Freibeträgen, Abrundung auf volle 100 € und Härteausgleich. Frühere Schenkungen, der steuerfreie Zugewinnausgleich, Versorgungsfreibeträge, Familienheimbefreiung, weitere Steuerbefreiungen, Nachlasskosten sowie eine mögliche Steuerermäßigung bei aufeinanderfolgenden Erbfällen sind nicht berücksichtigt. Das sonstige Vermögen bleibt im Modell unverändert; Verbrauch und spätere Wertänderungen des geerbten Vermögens sind nicht angenommen. Der angenommene Wertzuwachs ist frei wählbar und keine Prognose.

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